Aktivitäten, Solospiele

Ein Solospiel: Spirit Island

Solovarianten für Brettspiele sind längst keine Seltenheit mehr und für die mittlerweile große Fangemeinde bauen viele Entwickler extra Soloelemente in ihr Spiel ein. Dabei werden in vielen Fällen die Spielvorgänge eher abstrahiert und so unterscheidet sich oft die Spielmechanik einer Solorunde zu der einer Partie mit echten Mitspielern. Nicht so bei Spirit Island.

Der Spielaufbau einer Solopartie.

Spirit Island skaliert die Schwierigkeit mit der Anzahl der Mitspieler und zwar wird für jeden Geist ein Inselteil, vier Furcht-Marker und eine bestimmte Anzahl an Ödnis-Markern verwendet.

Der Spielablauf bleibt dennoch gleich und bis auf die Regel, dass Fertigkeiten, die nur auf andere Geister wirken, auch auf sich selbst wirken darf, ändert sich überhaupt nichts.

Der Geist meiner Wahl…
…und seine Startfähigkeiten.

Für meinen Solotrip habe ich mich für den “Bringer of Dreams and Nightmares” entschieden. Dieser Geist verursacht hauptsächlich Furcht und bewegt die Eingeborenendörfer hin und her. Dies ist wichtig, da der Geist keinen Schaden verursachen kann und daher auf die Kampfkraft der Dahan angewiesen ist. Schaden, die durch Kräfte nämlich verursacht werden, erzeugen stattdessen Furcht und erlauben das Versetzen von gegnerischen Entdeckern und Dörfern. Damit die Dahan-Dörfer bei Angriffen nicht so schnell auseinander genommen werden, kann der Geist mit eine seiner Karten ein Verteidigungsbonus in Abhängigkeit der im Zielgebiet erzeugten Furcht (max. 3) spendieren.

Am Ende des Spiels.

Mein Ersteindruck

Die erste Frage, die man sich nun stellen kann ist, ob das Spiel im Alleingang überhaupt Spaß macht. Die Antwort lautet ganz klar für mich “Ja”, denn das Spiel fühlt sich Solo mindestens genauso gut an. Durch die fehlenden Mitspieler kann man zwar nicht alle Verteidigungsstrategien abdecken, doch macht es auf der einen Seite das Spiel weniger komplex, da man sich mit niemand anderes koordinieren muss. Auf der anderen Seite ist man dafür in den Möglichkeiten eingeschränkt.

In meinem Fall konnte ich keinen Schaden verursachen und daher musste ich die Dahans dort positionieren, wo sie mit einem Gegenangriff den Feind vernichten konnten. Auf lange Sicht konnte ich so das Spiel aber nicht gewinnen und so konzentrierte ich mich auf die Stärke meines Geistes und verbreite so viel Furcht wie möglich. Dies hat mir auch schlussendlich den Sieg gebracht und das nicht zu knapp, denn die Ödnis wurde allmählich zum Problem. Man sieht aber, dass man das Spiel wirklich über verschiedene Herangehensweisen bestreiten kann. Ich würde es auf jeden Fall noch mal Solo spielen und das sagt euch jemand, der eigentlich kein großer Freund von Solovarianten ist.

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