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Das Wochenende war “Arrrgh!”

Genau so ist es, der Spielenachmittag am Samstag fand komplett unter dem Zeichen der schwarzen Flagge statt. Mit Korsaren der Karibik wurde zwar ein älteres (2011), jedoch für mich noch komplett unbekanntes Spiel aufgetischt, dem Dead Man’s Draw als passender Absacker folgte.

Quelle: boardgamegeek.com

Korsaren der Karibik

Es hat etwas länger gedauert, bis ich mich zum Kauf von Korsaren der Karibik entschieden habe. Abgehalten hat mich zuerst die Kritik von Spielama, in dessen Video es als “Glückspiel” bezeichnet wurde und der Kampf wohl so komplex sei, dass Ben und Basti sogar ihre Probleme damit hatten. Schlussendlich dachte ich mir, dass ich mich selbst davon überzeugen möchte und so lud ich meinen Kumpel Stefan und meinen Bruder Basti zu einem Testspiel ein.

Die Karibik am Ende der Partie.

In diesem Spiel übernehmen wir die Rolle eines Kapitäns, der durch das Handeln von Waren, erfüllen von Aufträgen oder das Erbeuten von Gold bei Überfällen versucht Ruhm zu ernten. Zusätzlich bringt man Gold in sein Geheimversteck, welches ebenfalls Ruhmespunkte einbringt, die jedoch vor den Mitspielern bis Spielende verborgen bleiben.

Auf der Straße zum Sieg kann man sich entscheiden, ob man den Weg des Händlers oder den des Piraten einschlägt und so verschiedene Strategien zum Erbeuten von Punkten verfolgt. Dabei muss man die Nachfrage von Waren befriedigen, Piraten aufknüpfen und Kopfgeld kassieren, Handelsschiffe plündern, Gerüchte nachgehen, Aufträge erledigen und wird je nach Gesinnung von anderen Piraten oder von der Admiralität der vier großen Nation in der Karibik verfolgt.

Das Spielertableau.

Vieles im Spiel läuft über Proben ab, allerdings ist es nicht mehr oder weniger schlimm, wie bei so manch anderem Spiel, z.B. Arkham Horror. Zu dem lassen sich zwar nicht immer, aber stellenweise der Wurf etwas beeinflussen. Der Kampf ist lange nicht so kompliziert wie zuerst suggeriert wird. Dass er nicht das Gelbe von Ei ist, möchte ich nicht bestreiten. Dennoch ist es lange nicht so schlimm wie es erst im Rezensionsvideo von Spielama dargestellt wird. Das Spiel selbst hat uns wirklich großen Spaß gemacht, da es wirklich viele thematische Elemente beinhaltet. Es sei allerdings auch angemerkt, dass wir angepasste Schiffswerte aus der Erweiterung Ruhmreiche See übernommen haben. Die Erweiterung selbst liegt mittlerweile auch schon bei uns rum und kommt hoffentlich dieses Wochenende zum Einsatz. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Partie.

Dead Man’s Draw

Es ist ein schnelles “Push-Your-Luck”-Kartenspiel. Wir haben einen Kartenstapel mit zehn verschiedenen Symbolen und den Werten 2-7 bzw. ein Symbol mit 4-9. Die jeweils niedrigste Karte einer Kartenart wird anfangs herausgesucht und zu einem separaten Schatzstapel zusammengeführt.

Spielvorbereitung.

Das Spielprinzip ist einfach. Ist man an der Reihe, deckt man die oberste Karte des Hauptstapels auf und entscheidet anschließend, ob man eine weitere Karte aufdecken oder aufhören möchte. Hört man auf, so erhält man alle bisher aufgedeckten Karten und legt diese in seine persönliche Auslage. Dabei werden Karten gleicher Art auf einem Stapel sortiert gesammelt, so dass sich immer die höchste Karte oben befindet. Die Summe aller zu oberst liegenden Karten, bilden dabei den Punktestand des Spielers.

Deckt man eine Karte auf und es wurde bereits eine Karte mit diesem Symbol aufgedeckt, so verliert der Spieler alle in seiner Runde aufgedeckten Karten, die anschließend in den Schatzstapel gemischt werden.

Jedes Symbol hat einen anderen Effekt, der sofort eintritt, wenn die Karte aufgedeckt wird (s.h. Bild) und den weiteren Verlauf der Runde beeinflusst.

Das Spiel im Überblick.

Dead Man’s Draw habe ich durch meinen Kumpel Moe kennen gelernt und es ist seit einigen Wochen bei uns gern gesehen. Es ist überaus witzig und schnell gespielt. Man steht immer vor der Entscheidung weiter zu machen oder aufzuhören. Möchte man gerade jetzt eine weitere Karte aufdecken und noch mehr rauszuholen, geht aber das Risiko ein die gesamte Beute zu verlieren oder gibt man sich mit der aktuellen Punkteausbeute zu frieden. Dem zu widerstehen ist nicht einfach, denn die Karteneffekte verleiten einem gerade zum Weiterspielen oder lassen keine andere Wahl offen, wie z.B. die Karte “Krake”.

Zusätzlich gibt es für mehr Abwechselung diverse Varianten, wie z.B. Regelkarten, die das gesamte Spiel über gelten oder Charakterkarten, welche jedem Spieler eine individuelle Fertigkeit verleihen. Für mich jedenfalls eine klare Empfehlung.

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